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Die turistische Aktivierung des Ostgebietes der Burg in Marienburg
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Touristische Erschließung der östlichen Gelände
der Marienburg in Malbork

Für das 15,3 Mio. PLN teure Projekt, wurde um Mitfinanzierung aus Geldern des Operativen Programms der Woiwodschaft Pommern für die Jahre 2007 – 2013, im Rahmen der Investitionsschwerpunkte 6 – „Touristik und Kulturerbe“ – sowie 6.3 „Regionales Kulturerbe“, angesucht.

Projektleitung: Burgmuseum in Malbork
Projektpartner: Stadtamt Malbork

Dieses Projekt umfasst die Bau, Renovierungs- und Restaurierungsarbeiten am s.g. Plauen-Bollwerk (darunter die Restaurierung und Wiederherstellung des Neuen Tors, Restaurierung der inneren Mauerabschnitte sowie Bau und Renovierungsarbeiten an den Bastionen). Auch Arbeiten in Verbindung mit der Neuordnung der Kommunikation im östlichen Teil der Burg sowie die Schaffung der Infrastruktur für Veranstaltungen, darunter die Errichtung von Zuschauerräumen mit den notwendigen Einrichtungen am Ostufer des Juranda Kanals sind im Rahmen des Projekts vorgesehen.

Das Neue Tor wurde zur Zeit der Kreuzritter als Eingang zur Burg benützt. Heute strömen die Besucher durch das Haupttor, wo sich der Eintrittskartenschalter befindet. Weil nur ein einziger Eingang in die Burg vorhanden ist, entstehen in der Hauptsaison häufig Warteschlangen. Um den Besucherstrom zu verbessern und die Wartezeiten in der Saison zu verringern, ist in der beschriebenen Projektvariante die Errichtung eines zweiten Eintrittskartenschalters im Bereich des Neuen Tors vorgesehen. Der Wiederaufbau des Neuen Tors und der übrigen Gebäude, nimmt zweifellos auch auf das Angebot des Museums einen günstigen Einfluss.

Die Arbeiten am Plauen-Bollwerk vergrößern sowohl die Museumsfläche als auch den gegenwärtigen Umfang der Burg, und verleihen ihr in diesem Abschnitt die ursprüngliche Größe. Unseren Besuchern wird dann auch das zurzeit nicht gezeigte östliche Burgpanorama zur Verfügung stehen.

Am der Burg gegenüberliegenden Ufer des Juranda Kanals, entstehen Tribünen für die Besucher der Kulturveranstaltungen und Historienspiele. Diese Tribünen werden insgesamt 5340 Sitzplätze bieten. Der erste, aus Stahlbeton geplante Teil mit 2880 Sitzplätzen, soll auch ganzjährig genutzt werden können. Außer dem fixen Tribünenteil sollen auch bewegliche Tribünen entstehen, die 2460 Zusehern Platz bieten sollen.

Das Konzept mit mobilen Tribünen wird auch die Renovierung der Parkstraße im Abschnitt zwischen der Kreuzung und dem Eisenbahnviadukt notwendig machen. Über die Zeit, in der die mobilen Tribünen aufgestellt sein werden, soll die Straße einen Boulevardcharakter erhalten.
Auf Grundlage archivierter Dokumentationen und ähnlichen Bauwerken in der Marienburg nachempfunden, sollen zwei historische Brücken rekonstruiert werden.

Die Realisierung des Projekts ist mit der Steigerung von Verfügbarkeit und touristischer Attraktivität der Burg begründet. Die Errichtung der Tribünen soll die Nutzung des im Objekt vorhandenen kulturellen Potentials ermöglichen, und ausreichend Platz für Urlauber und Einheimische bei Kulturveranstaltungen schaffen.

Das in Malbork geplante Vorhaben, soll auf dem östlichen Burggelände und im Ostteil der Vorburg realisiert werden. Auf Seite des Burgmuseums Malbork umfasst das Projekt das Gelände mit dem Plauen-Bollwerk, das von der ul. Starościńska und ul. Piastowska, dem Juranda Kanal sowie den Eisenbahngleisen begrenzt ist. Auf der folgenden Abbildung, ist der vom Vorhaben umfasste Burgbereich gekennzeichnet.


Das Gebiet, auf dem die Stadt Malbork die Errichtung der Tribünen beabsichtigt, liegt hingegen Vis-à-vis, an der Uferböschung des Juranda Kanals (auf der oben gezeigten Abbildung als Młynówki Kanal bezeichnet). Die folgende Illustration zeigt sowohl das geplante Aussehen der Tribünen als auch deren Standort im Verhältnis zur Burg.

Die Projektpartner beabsichtigen das als Plauen-Bollwerk bezeichnete Gelände zu erschließen, indem sie es für Großveranstaltungen adaptieren, und die dort befindlichen Ruinen renovieren und restaurieren. Folgende Bauwerke werden vom Projekt erfasst:
• Innere Mauerabschnitte
• Das Neue Tor
• Das Schnitzer Tor (Brama Snycerska)
• Die Mauer mit den Bastionen
• Die Säulen der Schmalspurbahn
Im Rahmen des Projekts ist auch die Neuordnung der Kommunikation mit folgenden Maßnahmen geplant:
• Liquidierung des Parkplatzes in der ul. Piastowska (0,3 ha Fläche) und dessen Umwandlung in einen Treff- und Informationspunkt für Besucher. Indem Oberflächenelemente die Landkarte des Ordensstaats darstellen, soll der Platz auch eine Bildungsfunktion übernehmen.
• Bestimmung eines neuen, alternativen und gleichzeitig historischen Burgeingang unter Nutzung der neugeschaffenen Spazierwege um das Plauen-Bollwerk,
• Sperre der ul. Piastowska und ul. Starościńka für den Kraftfahrzeugverkehr.

Folgende Arbeiten sind im Rahmen des Projekts vorgesehen:
1) Erschließung des Plauen-Bollwerk Geländes für Erholungszwecke, darunter:
• Anlegen von Grünanlagen,
• Errichtung von Kleinarchitektur Bauwerken,
• Anlegen neuer Spazierwege und Renovierung der bestehenden Pflasterwege auf dem Wall,
• Installation neuer Beleuchtungsanlagen,
• Äußerer Streifen um die Wehranlagen der Vorburg, Erschließung des Platzes für Großveranstaltungen.
2) Bau- und Renovierungsarbeiten sowie die Zuordnung entsprechender Funktionen bei folgenden Bauwerken:

• Neues Tor – Renovierung von 4 Mauerabschnitten (Gesamtfläche 1495 m²), Wiederaufbau der Barbakane und Rundbastion mit der Adaptierung von Räumen für Museumszwecke (Fassadenfläche 817 m², Nutzfläche 150,6 m²). Im Hof der Barbakane wird ein neuer Eintrittskartenschalter mit der notwendigen Infrastruktur (Zentralheizungs-, Elektro-, Telekommunikations- und Sanitäranlagen) errichtet. Wiedererrichtung der ehemaligen Klappbrücke;
• Mauer mit den Bastionen – Renovierung der Wehrmauern (Gesamtfläche 1067 m², Rekonstruktion der Bastionen I und II, Wiederaufbau der Ritterbastion (Nutzfläche 136 m²) und Einrichtung von Technikräumen für die am Fuß dieses Wehrmauerabschnitts veranstalteten Vorstellungen;
• Abreißen der Betonsäulen der Schmalspurbahn auf dem Plauen-Bollwerk und Renovierung dreier Ziegelsäulen (Fläche 320 m²);
• Brama Snycerska (Schnitzer Tor) – Renovierung der Tordurchfahrt (Fläche 75 m²), Wiederaufbau der ehemaligen Klappbrücke und des Wachhauses (7,5 m²)
• Innerer Mauerabschnitt – Renovierungsarbeiten am Ziegelmauerwerk (1335 m² Fläche)

3) Bau von Tribünen am Ostufer des Juranda Kanals mit der notwendigen Infrastruktur, darunter:
• Bau von festen Tribünen für 2880 Sitzplätze – Erdarbeiten, vorgefertigte Stahlbetonkonstruktionen, Stahlstützen und Geländer, hölzerne Sitzbänke;
• Lieferung und Montage von mobilen Tribünen für 2460 Sitzplätze und einer überdachten Bühne;
• Ausbau des Nieder- und Hochspannungsnetzes sowie Errichtung von 900 m Telefonnetz, Kanäle mit Auslässen und Schächten, Containertransformatorstation, Ausbau des Regenwasserkanalisation mit Abscheidern, Umbau des Wasserleitungs- und Sanitärkanalnetzes mit Schächten und Zählern;
• Umgestaltung der Grünanalagen – Fällen von Bäumen und Sträuchern – ca. 77 Stück, Neupflanzung junger Bäume und Sträucher – ca. 620 Stück;
• Aussaat von Rasen auf ca. 1200 m² Fläche;
• Anschaffung einer Telebeam- und Lautsprecheranlage;
• Anschaffung einer mobilen Bühne.

 

4) Neuordnung der Kommunikation im östlichen Teil der Burg:
• Liquidierung des Parkplatzes in der ul. Piastowska (0,3 ha Fläche) und dessen Umwandlung in einen Treff- und Informationspunkt für Besucher. Indem Oberflächenelemente die Landkarte des Ordensstaats darstellen, soll der Platz auch eine Bildungsfunktion übernehmen.
• Bestimmung eines neuen, alternativen und gleichzeitig historischen Burgeingang unter Nutzung der neugeschaffenen Spazierwege um das Plauen-Bollwerk,
• Sperre der ul. Piastowska und ul. Starościńka für den Kraftfahrzeugverkehr.

Bei den Bau- und Renovierungsarbeiten am Plauen-Bollwerk ist der Einsatz hochkomplizierter und spezieller Mittel erforderlich:
1. Restaurierung der Ziegelmauern (hauptsächlich Fassadenarbeiten) – Durchführung der Arbeiten unter Einsatz von Erhaltungsmaßnahmen und Technologien renommierter Firmen wie Tubag und Remmers; Mauerergänzungen mit Hilfe spezieller keramischer Werkstoffe, die den zu renovierenden Mauerteilen entsprechen;
2. Steinkonservierung – unter Anwendung wie im Fall der Konservierung von Ziegelmauern erwähnten Erhaltungsmaßnahmen und Technologien.
3. Dachdeckung – die Abmessungen der nach individueller Bestellung gefertigten Dachziegel, entsprechen den traditionell in Malbork verwendeten Dachdeckermaterialien; es werden glasierte „Nonnen“ in brauner Farbe und „Mönche“ mit Patina verwendet, die in „Trockenmethode“ verlegt werden, also mit Hilfe von Verankerungen aus rostfreiem Stahl, ohne Verwendung von Mörtel;
4. Fenster und Türen – fehlende Teile werden aufgrund erhaltener Spuren, archivierter Dokumentationen oder Analogien ähnlicher Elemente im Schloss Malbork gefertigt. Für diese Arbeiten werden gebrauchte, verwitterte Hölzer von entsprechender Sorte verwendet.
5. Estrichschichten in Innenräumen – typische Estricharbeiten, die jedoch aus Rücksichtnahme auf den historischen Gebäudecharakter mit für das Umfeld nicht aggressiven Materialien ausgeführt werden;
6. Fußböden – neue Fußböden werden aus Ziegel oder keramischen Fliesen mit den entsprechenden Abmessungen und Farben sowie im Hinblick auf ihren Gebrauch mit speziell ausgewählten technischen Parametern ausgewählt;
7. Brücken – beide werden auf Grundlage archivierter Dokumentationen und analog zu ähnlichen Bauwerken im Schloss Malbork wiedererrichtet. Für die Konstruktionen werden gebrauchte, verwitterte Nadelhölzer, für die Überdachungen Eichen- oder Nadelholzschindel verwendet;
8. Erdarbeiten – werden mit Rücksicht auf den historischen Charakter der Burganlage unter ständiger Aufsicht von Archäologen und Denkmalschützern ausgeführt;
9. Straßenarbeiten - werden mit Rücksicht auf den historischen Charakter der Burganlage unter Anwendung von Pflastersteinen von entsprechend differenzierten Formen und Farben ausgeführt.

Sämtliche, im Bereich des Plauen-Bollwerks auszuführenden Erdarbeiten, erfolgen unter Aufsicht der Mitarbeiter des archäologischen Ateliers des Burgmuseums Malbork.

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